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miercuri, 5 martie 2008

Was ist eine karikatur?

Was ist ein Cartoon?
Der Begriff Cartoon bezeichnet seit der Mitte des 19. Jahrhunderts humorvolle Dar-stellungen. Heute wird der Begriff allgemein für witzige Zeichnungen und Grafiken verwendet, die sich mit den kleinen Problemen des Alltags beschäftigen. Damit steht der Cartoon im Gegensatz zur Karikatur, die in zugespitzter Form bestimmte menschliche Verhaltensweisen oder gesellschaftliche Ereignisse und Zustände dar-stellt.
Was ist eine Karikatur?
Eine Karikatur ist eine satirisch-komische Darstellung von Menschen oder gesell-schaftlichen Zuständen, meist bewusst überzogen und mit politischer Tendenz. Die Anfänge der Karikatur in der bildenden Kunst datiert man bis ins Neue Reich Ägyp-tens zurück. Karikierende Darstellungen besonders aus dem Bereich des Mythos und Volksglaubens finden sich in der griechischen, körperliche Deformationen bis zur Groteske in der römischen Kunst. Die meist grobe Karikatur des Mittelalters richtet sich häufig gegen bestimmte Personengruppen (z.B. Mönche oder Landsknechte). Künstlerisch profiliert zeigt sich die Karikatur in der Renaissance (u.a. bei Leonardo da Vinci, Albrecht Dürer und Bosch). Zu der Darstellung des Individuellen kommt seit der Renaissance und Reformation die Kritik an Institutionen wie Kirche und Staat. Mit Goya beginnt die Reihe bedeutender Karikaturisten des 19. Jahrhunderts. Die ersten satirischen Zeitschriften entstehen: In Frankreich »La Caricature« und »Charivari«, in England der »Punch«, in Deutschland »Kladderadatsch« und die »Fliegenden Blät-ter«. Karikaturistische Züge zeigen unter anderem auch Wilhelm Buschs Bildge-schichten. Am Beginn des 20. Jahrhunderts stehen unter anderem die gesellschafts-kritischen Karikaturen von Karl Arnold, Olaf Gulbransson, Thomas Theodor Heine und Ernst Thöny, die alle für den »Simplicissimus« tätig sind. In der Weimarer Repu-blik klagen Heinrich Zille, Käthe Kollwitz, Georg Grosz, Otto Dix mit expressionisti-schen Karikaturen soziale Missstände an. Heute ist die politische Karikatur vor allem in Zeitungen und Zeitschriften verbreitet, die fantastische und komische Karikaturen auch durch Anthologien – häufig unter dem Begriff Cartoon – verbreiten. Bekannte zeitgenössische deutsche Karikaturisten sind unter anderem Toni Ungerer, Paul Flo-ra, Ernst Maria Lang, Loriot oder F. K. Waechter.
Die Gestalterischen Mittel von Cartoon und Karikatur
Cartoon und Karikatur beschreiben immer eine Person oder sie erzählen eine Ge-schichte. Dabei wird nahezu immer das Mittel der Stilisierung eingesetzt. Stilisierung bedeutet letztlich „Vereinfachung“ der Personendarstellung im Vergleich zur natürlichen Erscheinung. Stilisierende Zeichnungen erkennt man an der Verwendung der Linie, 1
des Strichs als Darstellungsmittel oder einer flächenhaften Darstellungsweise (Sche-renschnitt, Schattenriss) als Mittel treffender Charakterisierung einer Persönlichkeit. Im Gegensatz dazu verwendet der Comic meist Phantasiefiguren und er erscheint als Serie (z. B. Mickey Maus). Die gestalterischen Mittel des Cartoon und der Karika-tur sind im Einzelnen:
- Veränderung der Körperproportionen (Übertrei-bung/Überzeichnung/Verzerrung)
- Betonung körperlicher Eigenschaften
- Hinzufügung von charakteristischen Attributen
- Die Verwendung von Schrift und Texten
- Verschiebung von Größenverhältnissen
- Überzeichnung von Gefühlen/Stimmungen/Reaktionen
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